Hier finden Sie die Anmeldung zum Berufsschulunterricht und das aktuelle Blocktableau.

Medienkaufleute werden im dualen System ausgebildet, d.h. sie erwerben die Fachkenntnisse sowohl in der Berufsschule als auch in den Ausbildungsbetrieben.

Am RBZ Wirtschaft ist die Landesberufsschule für Medienkaufleute eingerichtet, deren Einzugsbereich Auszubildende aus dem gesamten Gebiet Schleswig-Holsteins umfasst. Es besteht die Möglichkeit, während der Berufsschulzeit im Internat in Kiel zu wohnen.

Grundsätzlich besteht keine bestimmte Voraussetzung für die Ausbildung zum Medienkaufmann / zur Medienkauffrau. Es ist jedoch mindestens ein guter Realschulabschluss zu empfehlen.

Einsatzbereiche

Medienkaufleute Digital und Print sind in Verlagen und Medienhäusern tätig. Sie sind beteiligt an der Planung, Entwicklung und Umsetzung von Marketingkonzepten, beraten in- und ausländische Kunden im Hinblick auf Medienprodukte und Dienstleistungen. Medienkaufleute beobachten und analysieren die verschiedenen Medienmärkte und arbeiten bei der Programm- und Produktplanung mit, kaufen und verkaufen Print- und Digitalprodukte, sowie Rechte und Lizenzen. Sie wirken an der Gestaltung und Herstellung der Medienprodukte mit, berechnen Produktions- und Vertriebskosten und wenden das betriebliche Instrumentarium des Controllings an.

Die Dauer der Ausbildung beträgt grundsätzlich 3 Jahre. Sie kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen bereits bei Abschluss des Ausbildungsvertrages auf 2 bzw. 2,5 Jahre verkürzt werden. (§ 8 BBiG) Während der Ausbildung ist es möglich, nach Anhören des Ausbildenden und der Berufsschule, aufgrund guter Leistungen vorzeitig zur Prüfung zugelassen zu werden (§ 45 BiBG). Die Ausbildungszeit verkürzt sich dann um ein halbes Jahr.

Berufsschulunterricht

Die angehenden Medienkaufleute werden am RBZ Wirtschaft ausschließlich in Blockform beschult. In jedem Ausbildungsjahr sind 2 Unterrichtsblöcke vorgesehen, die sich in der Regel jeweils über 6 Wochen erstrecken und ca. 36 Wochenstunden umfassen. In der blockfreien Zeit findet die betriebliche Ausbildung statt. Die genaue zeitliche Verteilung der Blöcke ist aus dem Blocktableau ersichtlich.

Auszubildende mit einer 3-jährigen Ausbildungszeit nehmen an allen 6 Unterrichtsblöcken teil und legen die Abschlussprüfung dann im Frühjahr/Sommer ab. Wurde die Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzt, sind nur die ersten 5 Unterrichtsblöcke zu absolvieren und die Prüfung findet im Herbst/Winter statt.

Auszubildende, deren Ausbildungszeit 2 Jahre beträgt, überspringen 2 Unterrichtsblöcke und haben ihre Abschlussprüfung im Frühjahr/Sommer. Welche Blöcke dabei ausgelassen werden, entscheidet der Auszubildende in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb und der Schule. In allen Fällen ist der Auszubildende dafür verantwortlich, sich den Unterrichtsstoff der ausgelassenen Blöcke selbst anzueignen.

Neben der Ausbildung kann der Zusatzunterricht zur Erlangung der Fachhochschulreife (FHR) besucht werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter diesem Link.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Lutz Zölitz Abteilungsleiter Tel.: 0431 1698-470 Fax: 0431 1698-444 e-mail: lutz.zoelitz @rbz-wirtschaft-kiel.de

Grundsätzlich gilt für den Mailkontakt: vorname.nachname @ rbz-wirtschaft-kiel.de

weitere Ansprechpartner

Unterrichtsfächer

Berufsbezogene Lernbereiche:

Produktionsentwicklungsprozess und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen
Wirtschafts- und Geschäftsprozesse
Arbeitsorganisation und Steuerung und Kontrolle

Berufsübergreifender Lernbereich:

  • Politik
  • Fachbezogenes Englisch
  • Sport/Gesundheitserziehung
  • Religionsgespräch
  • Wahlpflichtbereich (Informationsverarbeitung: Texterfassung und –verarbeitung sowie Präsentationssoftware)

Dem Unterricht in den berufsbezogenen Lernbereichen liegt der Rahmenlehrplan Medienkaufmann / Medienkauffrau Digital und Print von 2006 zugrunde. Die vorgegebenen Lernfelder sind den berufsbezogenen Fächern wie folgt zugeordnet:


Produktionsentwicklungsprozess und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen

  • Märkte analysieren und bewerten
  • Herstellungs- und Produktionsprozesse von Digital- und Printmedien planen, steuern und kontrollieren
  • Medialeistungen bewerben und verkaufen
  • Medienprodukte und Dienstleistungen vertreiben
  • Arbeitsprozesse in Redaktion und Lektorat unterstützen

Wirtschafts- und Geschäftsprozesse

  • Den Ausbildungsbetrieb präsentieren
  • Beschaffungsprozesse planen, steuern und kontrollieren
  • Gesamtwirtschaftliche Einflüsse auf Medienunternehmen analysieren
  • Personalwirtschaftliche Aufgaben in Medienunternehmen wahrnehmen

Arbeitsorganisation und kaufmännische Steuerung und Kontrolle

  • Wertströme und Werte erfassen, dokumentieren und auswerten
  • Den Jahresabschluss eines Medienunternehmens analysieren und bewerten
  • Den wirtschaftlichen Erfolg eines Medienproduktes analysieren, beurteilen und steuern

Besonderheit:

Im 2. Schulblock werden die Auszubildenden im Bereich „Herstellung“ für zwei Wochen an der Walther-Lehmkuhl-Schule, Abteilung: Landesberufsschule für Drucktechnik unterrichtet.

Zwischenprüfung

Um den Ausbildungsstand festzustellen, wird etwa nach der Hälfte der Ausbildungs-zeit eine schriftliche Zwischenprüfung (120 Min.) durchgeführt, die Aufgaben aus folgenden Gebieten umfasst: "Arbeitsabläufe und Informationsverarbeitung", "Märkte und Medienprodukte, mediale Darstellungsformen und Gestaltungsgrundsätze" sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde". Die Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat keine rechtlichen Konsequenzen für die Fort-setzung des Ausbildungsverhältnisses und geht nicht in das Ergebnis der Abschluss-prüfung ein.

Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildungszeit ist eine Abschlussprüfung abzulegen. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Die schriftlichen Prüfungsfächer sind:

Produktionsentwicklungsprozess und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Kaufmännische Steuerungund Kontrolle. Zeitlich abgesetzt davon, legt der Auszubildende die mündliche Prüfung vor einem Prüfungsausschuss (bestehend aus Lehrer-, Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-vertretern) ab. Im Rahmen eines fallbezogenen Fachgespräches soll der Auszubildende Aufgabenstellungen analysieren, Lösungen erarbeiten und kundenorientiert kommunizieren.

Im Falle des Nichtbestehens kann die Prüfung zweimal wiederholt werden.

Für Medienkaufleute bestehen nach ihrer Ausbildung u.a. folgende Möglichkeiten zur Weiterbildung:

  • geprüfte Medienfachwirtin / geprüfter Medienfachwirt
  • Studium bei vorhandener Hochschulreife in verschiedenen Bereichen des Verlagswesens - eine Übersicht dazu hält der BDZV bereit